• Beschreibung der Tomatana

    Die Kultur der Tomatana gilt als die erste Kultur, welche sich neben den Miraben entwickelte. Bereits im dritten Zeitalter zeichneten sich grundlegende Unterschiede ab, welche die Tomatana und die Miraben spalteten. Vor allem die politische Macht durch Vermögen, welche bei den Miraben als selbstverständlich gilt, wird bei den Tomatanern abgelehnt. Bei ihnen entscheidet vor allem das Talent der Kommunikation und Diplomatie über die Wahl ihrer Anführer.


    Der Begriff "Tomatana" leitet sich von dem Wort "Tomta" ab, welches in der alten Sprache der Miraben für "Gras" oder "Wiese" bedeutet. Die Ebene von Tomatana ist eine weite Graslandschaft mit sehr fruchtbaren Boden. Daher gelang es den ersten Bewohnern der Ebene großflächige Agrarwirtschaft zu betreiben. Vor allem Weizen, Wurzeln und Beeren wurden angebaut und im Überfluss geerntet.


    Im Laufe der Zeit wurde die Ebene von Tomatana von vielen verschiedenen Reichen bevölkert. Besonders im vierten Zeitalter der Welt herrschten dort viele Kriege um die absolute Herrschaft der Region. Jedoch gilt die Kultur der Tomatana als eine sehr vereinte. So tragen die meisten Wappen die Farben Grün, sinngebend für die Gräser der Ebene, und weiß, da der Boden viel Kalkstein birgt.


    Lange Zeit wurde die Ebene von Tomatana von einem Kaiser regiert. Das Reich wurde "Impra at Ratema" genannt und Quadratema war dessen Hauptstadt. Heute ist das Volk in wenigen größeren Königreichen aufgeteilt, welche jedoch in guter Beziehung zueinander stehen und sich in vielerlei Hinsicht an den alten Werten des Kaiserreichs orientieren.

    So ist das Volk in sogenannte "edle Kasten" geteilt. Jede Kaste unterliegt einer Hierarchie, welche den Bevölkerung in Schichten teilt.


    Als unterste Kaste zählen die "Dercus" - die Verdorbenen. Sie besteht größtenteils aus ehemaligen Verurteilten, aber auch aus Draganen, welche sich aus der Piratensklaverei freigekauft haben. Den Dercus ist es verboten Familien zu gründen, da man glaubt, dass Kriminalität aus dem Erbe des Blutes hervorgeht. Auch werden sie in der Gesellschaft häufig ausgestoßen und gemieden. Als Dercus ist es einem auch nicht gestattet einen Glauben zu predigen oder einen Tempel zu gründen.


    Die zweite Kaste, die "Levate" - Lebende -, ist die zahlreichste Bevölkerungsschicht. Sie sind die Arbeiter und Landwirte, welche Rohstoffe beschaffen und verkaufen.


    Die "Diname" - Geldmacher - sind die Kaufleute und Verwalter. Sie sind eine angesehen Bevölkerungsgruppe, welche häufig in verantwortungsvollen Positionen tätig ist. Alleine ihnen ist es gestattet Geld zu verleihen und Bankgeschäften nach zu gehen.


    Als oberste Kaste agieren die "Regularus" - die Regierenden - in wichtigen Leitungspositionen. Sie sind im Vergleich zu anderen Kulturen als der Adel anzusehen. Nur ihnen ist es gestattet zu herrschen und über Armeen zu verfügen.


    Die Geschichte der Tomatana ist eng verbunden mit dem Pferd als Reittier und treuer Begleiter des Menschen. Sie entwickelten ein Talent für die Pferdezucht. Die Pferderasse der Tomatan gilt heute als einer der besten Rennpferde Aienas. In der Armee werden die meisten Soldaten mit einem Reittier ausgerüstet, um so möglichst schnelle Mobilität zu garantieren.


    Die Kleidung der Tomatana ist der der Miraben sehr ähnlich, allerdings nutzen sie dickere Stoffe und tragen selten Sandalen, sondern spitzes Schuhwerk aus robusten Leder. Eine übliche Farbkombination in den höheren Kasten in Violett mit Gold oder Dunkelgrün mit Silber. In der Armee ist der Pickelhut oder auch Zipfelhelm ein traditioneller Bestandteil der Rüstung.


    Architektur und Inneneinrichtung orientiert sich an der lubicianischen und mirabischen. So werden stumpfwinklige Dächer mit roten Ziegeln gedeckt oder mit Kuppeln versehen. Flache Dächer sind allerdings auch keine Seltenheit. Häufig werden die Wände mit Kalk geweißt und mit Farben verziert. Die Infrastruktur profitiert von gut ausgebauten Straßennetzen und Aquädukten, welche bereits vor hunderten Jahren angelegt wurden.

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