• Beschreibung des Hexismus und dessen Konfessionen

    Der Hexismus ist eine Weltreligion, welche seit dem zweiten Zeitalter besteht. Ihre Anhänger werden “Kinder der Sippe” oder “Götterkinder” genannt.


    Die zentrale Bedeutung sind die sechs göttlichen Geschwister. Sie haben die Welt von Aiena erschaffen und wirken auf diese ein, indem sie die natürlichen Abläufe beeinflussen. Hierbei steht jeder Gott für ein bestimmtes Element.


    Man unterscheidet zwischen zwei Konfessionen dieser Religion. Die “mareanische Gemeinschaft” und die “kaiserliche Konfession”.


    Bezeichnung


    Der Begriff “Hexismus” geht aus der Zahl der Elemente bzw. der dargestellten Götter hervor. So verehrt man die Elemente: Wasser, Feuer, Wind, Erde, Zeit und Tod.


    Die Anhänger der Hexismus bezeichnen sich selbst als die Kinder der Götter, da sie der Macht der Elemente unterliegen.


    Ursprung


    Erzählungen berichten, dass im ersten Zeitalter die Götter an der Seite der sterblichen Wesen über die Welt herrschten. So soll es eine paradiesische Ordnung das Universum zusammengehalten haben. Jede Gottheit verfügte über ein Element und wirkte gleichberechtigt und gleich mächtig auf den Ablauf der Welt ein.


    Aquasuspendi beherrschte das Element des Wassers und verfügte über die Gewässer und allen Formen des Wassers. Er gilt auch als König aller Tiere im Wasser.


    Ignieva war das Feuer in Form von der reinen Flamme, aber auch der Lust und des Vergnügens.


    Ahera ist Herr des Windes und der Luft. Auch die Gewalt über alle Formen von Gasen und Dämpfe sind beeinflusst durch seine Macht.


    Terrequie nährt den Boden und schuf alle Tiere der Erde und der Luft, aber auch alle Pflanzen der Welt.


    Yahil ist der Gott der Zeit und des Wetters. Er treibt das Geschehen der Welt voran und sorgt für die ständige Bewegung.


    Nigrupus ist der Herr der Unterwelt, in der er die verstorbenen Seelen behütet und sie auf das Nachleben vorbereitet.



    Die paradiesische Ordnung endete, als die Tore der Unterwelt gebrochen wurden und die Seelen der Toten in die Welt der Lebenden eindringen. Dieses Ereignis führte zu dem sogenannten “schwarzen Zeitalter”, welches das Ende des ersten Zeitalters einläutete. Hier gehen die Konfessionen dieser Religion auseinander, da es unterschiedliche Auffassungen gibt, weshalb es zu dieser Katastrophe gekommen ist.


    Kaiserliche Konfession


    Die kaiserliche Konfession wurde namentlich abgetrennt, als sich die südlichen Reiche Ajors am Ende des vierten Zeitalters unter einer religiösen Führung zur Republik zusammengeschlossen haben. Zu diesem Zeitpunkt bezeichnete man die Konfession als die “Ajorische Bewegung”. Erst mit der Ernennung des Kaisers Valencio Rottwind einigte man sich auf die Bezeichnung der “kaiserlichen Konfession”.


    Die Reichsstadt Valencio - ehemals Ajora - gilt als zentraler Sitz der Bewegung, da von hier aus das Glaubensoberhaupt, also der Kaiser selbst, regiert.



    Symbolik dieser Konfession ist ein Halbkreis mit zentraler Darstellung eines Menschen oder einem Kreis. Auch der auferstandene Phönix ist eine gänge Symbolik in vielen kasierlichen Orden. Er stellt den Helden Olvaus dar, welcher die Welt vor dem Unheil des schwarzen Zeitalters bewahrte.


    In den Kirchen und Tempeln der kaiserlichen Kernprovinzen werden die Götter als Menschen dargstellt. Sie stehen auf den Altären in einem Halbkreis um die Statue des aktuell regierenden Kaisers. Die Statue des Kaisers ist meist größer oder als einzige mit leuchtenden Farben verziert, da er die direkte Verbindung zwischen Mensch und Götter symbolisiert.


    Die kaiserliche Koffession setzt unbedingte Treue der kaiserlichen Institution vorraus und setzt klare Tugenden vorraus, während Sünden zur staatlichen Verurteilung führen.


    Die Tugenden sind Loyalität, Mäßigung und Sitte. Als Sünde gelten Gier, Faulheit und Neid. Die Begehung einer Sünde kann nicht durch eine Tugend gesümt werden, während ein tugendhafter Mensch jederzeit durch eine Sünde verunreinigt wird. Nach kaiserlichem Recht können der Adel und Angehörige der Kirche sich von Sünden “reinwaschen” indem sie dem Kaiser einen angemessenen Gefallen anbieten oder sich freikaufen. Dabei entscheidet der Kaiser allein über den Preis für die Sünde.


    Mareanische Gemeinschaft


    Bereits seit dem zweiten Zeitalter bezeichnet sich die Mehrheit der Menschen auf dem Kontinent Marea als Götterkinder. Der Einfluss dieser Bewegung verbreitete sich in den nachfolgenden Zeitaltern über den gesamten Kontinent, aber auch auf den Kontinenten Ajor und Vaschur.


    Diese Bewegung ist dezentral und besitzt keine zentrale Anlaufstelle. Es steht auch kein religiöses Oberhaupt für diese Bewegung. Meist bilden sich kleinere Gemeinschaften, welche gleichgestellt oder durch den Ältesten geleitet werden.



    Symbolik dieser Konfession ist meist eine Pyramide in Verbindung mit 6 Säulen.


    Unterschiede der Konfessionen


    Beide Bewegungen, mögen sie auch an die aus dem selben Glauben hervorgehen, unterscheiden sich stark in Hinsicht auf Ausübung und Organisation des Glaubens, als auch der Entstehungsgeschichte der Welt.



    Die mareanische Gemeinschaft geht davon aus, dass die Götter selbst unabsichtlich für die Katastrophe verantwortlich waren, welche die Welt ins schwarze Zeitalter stürzte. Sie glauben, dass die Götter in ihrem Eifer die Sterblichkeit verhinderten, indem sie die Elemente so formten, dass Krankheit und Alter nicht länger Einfluss auf die Lebewesen hatten. Daher verlor der Gott Nigrupus an Macht und war nicht länger fähig die verstorbenen Seelen zu hüten und die Tore der Unterwelt zu schützen. Die Seelen der Unterwelt gerieten in Vergessenheit und leideten in einer endlosen Leere. Um sich zu wehren, durchbrachen sie die Grenze der Unterwelt und fielen über die Welt der Lebenden her. Die paradiesische Ordnung zerbrach und das neue Element des Chaos fand seinen Ursprung. Erst als die Götter das “Ohra” - ein unbekanntes Werkzeug oder eine Waffe - schufen, konnte das Chaos wieder geordnet werden und das schwarze Zeitalter endete.



    Die kaiserliche Konfession glaubt, dass die Götter die Unsterblichkeit herbeiführen wollten, um sich so mit ihrer Macht zu messen. Nigrupus war zornig, da er der Unsterblichkeit entgegenstehen und öffnete die Tore der Unterwelt, um so den Tod zurück auf die Welt zu bringen. Er beschleunigte diesen Vorgang, indem er die Götter selbst in die Unterwelt sperren wollte. Erst als eine heldenhafte Seele aus der Unterwelt - “Olavus” genannt - die Tore wieder schloss und die Verbannung der Götter verhindern konnte, endete das Chaos und die Ordnung kehre wieder ein. Die Gläubigen der kaiserlichen Konfession ehren vor allem Olavus als Held dieser Katastrophe. Er zeigte, dass die Götter eigenwillig und kalt über die Welt herrschen und nur eine sterbliche Seele über Moral verfügt. Dennoch ehren sie die Elemente, da sie die Welt zusammenhalten.


    Ordnung der Religion


    Während die mareanische Bewegung keinerlei Vorgaben zur Ausführung der Religion definiert, steht die kaiserliche Konfession im krassen Gegensatz dazu.



    Die kaiserliche Bewegung wird vom Kaiser als geistliches Oberhaupt geführt. Er dient als Sprachrohr zu den Göttern und organisiert die Aufstellung von Bischöfen und religiösen Schlüsselpersonen. Hierbei wird der kaiserliche Kirche auch die staatlichen Funktionen übertragen. Gouverneure und Militärs sind stets auch Mitglieder des religiösen Ordens und haben ein kirchliches Amt inne. Die Kirche wird daher auch staatlich finanziert und ist berechtigt Steuern einzutreiben.


    Diese Form der Theokratie steht der Auffassung der mareanischen Gemeinschaft entgegen, welche die Freiheit der religiösen Ausübung als wichtigstes Recht der Gemeinschaft versteht. Es gibt daher keine einheitlichen Schriften oder Darstellungen der Götter. Sie werden jedoch meist mit einem jeweiligen Tier oder einer Farbe symbolisiert.


    Für Aquasuspendi und dem Element des Wassers steht ein cyanfarbender Wal. Ignieva und das Feuer trägt das Symbol einer roten Spinne, während das Element Wind des Gottes Ahera mit einer blauen Schwalbe dargestellt wird. Terrequie, die Göttin der Erde, wird als weißes Pferd verehrt und der Gott der Zeit Yahil als goldene Schlange. Nigrupus, Herr der Unterwelt, wacht als schwarzer Wolf über die verstorbenen Seelen. Alle Götter sind gleichgestellt und es herrscht keine Hierarchie.


    Für die Kaiserlichen steht der Kaiser selbst im Mittelpunkt. Während die Götter als menschliche Abbildung auf Altären in einem Halbkreis platziert werden, steht eine Abbildung des Kaisers in ihrer Mitte. Dies soll symbolisieren, dass ein auserwählter Mensch den Willen der Götter empfängt. Ihm unterliegt die Deutung ihrer Worte und handelt als moralisches und fühlendes Wesen in ihrem Sinne. Hier ist zu bemerken, dass der Gott Nigrupus nicht auf Altären platziert wird, sondern der Held Olavus als gerüsteter Krieger mit Schwert.



    Besonderheit der lubicianischen Lastentia

    Nur bei der mareanischen Bewegung werden auch Subgötter verehrt. Jeder von ihnen ist ein wahrhaftiger Nachkomme der Götter oder war einst sterbliche Seelen. Auch wenn ihre Geschichten in fast jedem Tempel erzählt werden, zelebrieren aber vor allem die Lubecianer und Vascharken eigene Feste der Subgötter. Sie werden auch menschlich dargestellt. Die Lubicianer und Vascharken leben die Religion zwar auch frei aus, jedoch haben diese Kulturen eine gemeinsame Schrift, welche die göttliche Geschichte erzählt. Deshalb gibt es im lubecianischen Priestertum eine vereinte Lehre, welche in Klöstern und Tempeln erzählt wird. Diese Lehre wird die “Lastentia” genannt.


    In der Lastentia gilt die Freiheit der Religionsausübung der mareanischen Bewegung. Jedem Anhänger ist selbst überlassen, wie er oder sie zu den Göttern betet und ob jeder Gott angebetet wird. Meist huldigen Gemeinschaften nur einer oder wenigen Gottheiten. So wurden auch Tempel errichtet, welche nur einer bestimmten Gottheit gewidmet ist. Auch die Subgötter werden in eigenen Tempeln verehrt.


    Die Lastentia beinhaltet feste Rituale und Gebete. Dies dient dem Zweck, dass die Ausübung der Religion für jedermann leicht zugänglich ist und die Gemeinschaft auch über weite Strecken geeint wird. Auch wenn die Lastentia in einigen Tempeln ergänzt oder überarbeitet wurde, gelten feste Normen bezüglich der Sünden und Tugenden des Hexismus. Zu den Sünden gehört Unehrlichkeit und Verrat, während Aufrichtigkeit eine hohe Tugend darstellt. Der selbstlose und tapfere Mensch gilt als besonders tugendhaft, weshalb Helden der Geschichte noch viele Jahrhunderte lang geehrt werden. Als verwerflichste Sünde wird die Rachlust oder auch die Niedertracht genannt. Sie gelten sogar als eine so enorme Sünde, dass sie die Seele sogar im Nachleben vergiftet und eine Wiedergeburt durch Nigrupus unmöglich macht.


    Liste der Subgötter (Überarbeitung folgt)


    Vartas - Kind aus Vereinigung von Ignieva und Aquasuspendi -> Gott des Alkohols


    Bal - Sie ist eine Tochter der Terrequie - Vater ist ein Sterblicher namens Maltet. Yahil lehrte ihr das Wissen der Welt und Streamar schenkte ihr die ewige Jungend. Sie ist die Göttin der Neugierde und der Abenteuerlust


    Falmonn und Harja -> Zwei sterbliche Brüder.

    Falmonn stahl den Stab (Schlüssel) des Nigrupus. Er trug den Stab durch die Lande und richtete Tot und Unheil an. Er ist der Gott des Unglücks.


    Harja nahm seinem Bruder den Stab ab und brachte ihn zu Nigrupus. Statt ihm den Stab zurück zu geben, verkaufte er diesen. Beide Brüder erlangten Unsterblichkeit. Harja ist der Gott der List und des Feilschens.



    Ovanes - Verstorbene Seele in der Unterwelt. Besann sich im dunklen Zeitalter, um die Götter zu retten. Er wachte am Tor zur Unterwelt und verhinderte, dass weitere verstorbene Seelen in die Welt der Lebenden gelangten. Wird als Gott der Helden gefeiert. Man nimmt an, dass er auch Olavus ist

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