• Beschreibung der Marlesa

    Als Marlesa bezeichnet man eine spezielle Subkultur der Miraben. Namensgebend sind die Wogen von Marlis, eine zerklüftete tropische Küstenregion, welche die Wüste von Arahq vom korrilianischen Regenwald trennt.


    Von der Kultur der Marlesa sprach man erstmals im Jahre 4309 des dritten Zeitalters, als die “Unsterbliche Königin” Marlis den östlichen Teil von Arahq beherrschte. Ihr Volk, die Marlesa, vergötterte ihre Königin und verehrt diese bis heute.


    Marlesa sind ebenso wie die Miraben größtenteils in zwei Gesellschaftsschichten aufgeteilt. Zur niederen Kaste gehören die Arbeiter, welche ein ärmliches Dasein fristen, während Händler und Edelleute zur höheren Kaste zählen. Die Marlesen gelten als die reichsten Völker Aienas. Selbst einfache Adelige verfügen häufig über einen Reichtum, welcher nur selten von nördlichen Persönlichkeiten erreicht wird. Jedoch sind sie bedacht darauf ihr Reichtum sicher zu verwahren und für die Erben der Familie zu sparen. Dennoch leben sie ein dekadentes und prachtvolles Leben in meisterhaft gebauten Villen und gewandt in kunstvollen Roben.


    Den Großteil ihres Reichtums beziehen die meisten Familien aus dem Urwald von Koriilian, wo seit Jahrhunderten Edelsteine und wertvolle Erze abgebaut werden. Vor allem die Marlesa waren in der Vergangenheit dafür verantwortlich, dass tausende Draganenstämme ihre Heimat verloren und ins Exil oder gar in die Vernichtung getrieben wurden. Dabei spielten die Smaragdbanner eine besondere Rolle. Dieser Zusammenschluss aus Elitekriegern diente einzig alleine dem Zweck den Urwald von den Draganen zu säuber, um den Abbau der Erze zu sichern. Heute sind die Smaragdbanner als das schlagkräftigste Söldnerheer Aienas bekannt.


    Ein typisches Accessoir der marlesischen Mode ist die sogenannte Goldmaske. Diese gibt es in vielen verschiedenen Formen und besteht meist aus wertvollen Materialien wie Gold, Silber oder sogar Weißeisen. Die Masken werden häufig mit feinen Gravuren und Edelsteinen verziert, nicht selten auch mit kräftigen Farben bemalt. Die Goldmaske gilt als Zeichen des Status und wird immer dann getragen, wenn ein Marlese sein Heim verlässt. Viele Goldmasken sind mit einem Mantel verbunden welcher den gesamten Körper des Trägers verhüllt.


    Die Baukunst der Marlesa unterscheidet sich insofern von der der Miraben, dass sie ihre Paläste und größeren Villen in oder auf Klippen errichten. Die Gebäude werden häufig quadratisch und bis ins detail symmetrisch geplant und verfügen über dicke Außenwände. Solche Paläste verfügen meist über ein Flaches Dach auf dem Gärten angelegt werden. Bereits seit Jahrhunderten verwenden die Marlesen Wasserleitsysteme, um selbst die höchsten Etagen ihrer Prachtbauten mit fließenden Wasser zu versorgen.

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