• Eine kurze Beschreibung der Geschichte Aienas bis zur heutigen Zeitrechnung - Jahr 347 des fünften Zeitalters

    Die Welt von Aiena fand ihren Ursprung im ersten Zeitalter. Es heißt, Götter und Wesen lebten Seite an Seite in Harmonie. Heute glaubt ein großteil der Menschheit, dass es sechs Götter gab, welche die Welt im Gleichgewicht hielten. Es war ein Paradies, das mit Worten nicht zu beschreiben ist. Dabei verehrten die Wesen ihre Götter und spendeten ihnen somit Kraft.

    Terrequie, die Mutter der Erde und Göttin der Fruchtbarkeit säte das Leben in die Welt. Sie formte die Pflanzen zur vollendeter Schönheit, ebenso die Wesen und Tiere.

    Aquasuspendi spendete das Wasser und die Meere, um das Leben zu füllen.

    Streamer, Herr der Windes, formte Berge und Strände. Er brachte den Regen in die Wüsten und befreite neue Lebensräume.

    Yahil beherrschte die Zeit. Sonne und Mond wechselten am Himmel, während die Jahreszeiten die Landschaften im ständigen Wechsel veränderten.

    Ignieva, Prinzessin des Feuers und der Lust brachte Wärme der Flammen und das Vergnügen in die Welt der Wesen.

    Und schließlich Nigrupus, welcher die Verstorbenen ins Reich der Seelen führte und sie auf das Nachleben vorbereitete.

    Die göttlichen Geschwister bewahrten die Welt eine Ewigkeit im Einklang, doch schließlich musste diese Utopie ein Ende nehmen.

    Die Götter waren stolz auf ihre Arbeit und genoßen die Verehrung durch ihre Wesen. Sie suchten förmlich nach Anerkennung und beschenkten die Wesen immer weiter mit größeren Gaben. Krankheit und Altersschmerzen vergangen und schließlich wurde sogar der Tod zu einem Mythos. Die Wesen wurden unsterblich und bevölkerten den gesamten Planeten, bis in den letzten Winkel. Sie errichteten ihren Göttern größe Tempel und Denkmäler, doch sie vergaßen einen von ihnen.

    Nigrupus, Hüter der Seelen und Wächter der Unterwelt, gerriet in Vergessenheit und verschwand im Schatten seines Reiches.


    Heute teielt sich fast die gesamte Menschheit in zwei Gruppen, welche die Geschichte folgenden Ereignisse unterschiedlich erzählen. So sagen die Einen, Nigrupus verlor seine Kraft und war nicht mehr fähig die Tore zur Unterwelt geschlossen zu halten. Die Seelen, welche vergessen in der schwarzen Einöde der Unterwelt ewige Leere erfuhren, rebellierten und durchbrachen das Tor zur Unterwelt.

    Andere wiederum glauben, dass Nigrupus selbst die Tore öffnete, um den Tod zurück in die Welt der Wesen zu bringen.

    Was davon auch stimmen mag, es führte so oder so zum selben schrecklichen Ergebnis. Die Toten erreichten die Welt der Lebenden und eroberten ihre Heimat zurück.


    Niemand, weder Wesen noch Götter, konnte das Unheil erahnen. Sie wurden überrollt vom Feuer der Zerstörung, wehrten sich aber mit all ihrer Macht. Doch die Elemente der Götter waren machtlos gegen eine neue, übermächtige Kraft, welche noch nie in Aiena zu spüren war. Chaos - pures, brutales Chaos beherrschte nun die Welt und verschlang sie vollständig.


    Das zweite Zeitalter, eine Epoche die weder Zeit noch Raum kannte, formte die Welt in all seiner Willkür. Heute lässt sich nur erahnen was damals geschehen sein mochte, doch man ist sich sicher, dass sie die Natur des Universums grundlegend veränderte. Nach einer Zeit, welche nicht mal die Götter bestimmen könnten, erschufen diese eine Waffe oder ein Werkzeug, welches in der Lage war das Chaos neu zu ordnen. Diese Waffe wird das "Ohra" genannt, doch niemand weiß mehr, als nur der Namen dieses uralten Relikts.


    Das dritte Zeitalter Aienas war der Beginn einer neuen Art von Wesen. Menschen, Dragane, Bar'ksh und andere Wesen bevölkerten nun die Welt. Sie breiteten sich über Aiena aus und gerrieten früh in Konflikte. die Bar'ksh versklavten die anderen Völker hunderte Jahre lang, bis diese sie sich letztlich zur Wehr setzten und ihre Herren fast vollständig aus Aiena vertrieben.

    Doch die Welt, die sie beleben, ist nicht mit dem einstigen Paradis zu vergleichen. Hunger, Krankheit und Angst vor dem Übernatürlichem bestimmen ihr Leben. Das Chaos wurde nie aus der Welt getilgt, sondern verband sich mit dieser. Bestien und Monster treiben ihr Unwesen und düstere Mächte warten darauf erforscht zu werden. Einzig die Dulesen, eine fast schon seltene Spezies, verschreiben sich der Aufgabe, den "Ohra" zu finden und das Chaos entgültig zu vernichten. Die Dulesen durchstreifen seit Jahrtausenden die Gebiete von Aiena, um Wissen zu sammeln und so das Rätsel zu lösen.

    Die Menschen befreiten sich aus der Sklaverei und bevölkern heute fast die gesamte bekannte Welt. Rivalitäten und der wahre Glaube teilt sie seit Jahrhunderten, Kriege töteten Hunderttausende von ihnen und doch steigert sich weiter ihre Macht. Sie vertreiben weiter die anderen Wesen, um ihr Terretorium zu vergrößern.

    Mit der Entstehung des ajorischen Kaiserreichs begann das fünfte Zeitalter, in dem wir heute das Jahr 347 zählen. Das Kaiserreich, ein Bündnis religiöser Gleichgesinnte, dessen Grenzen bereits bis in den hohen Norden von Kamphalla und die südlichen Strände Ajors reicht, ist zu einem einflussreichen Imperium herangewachsen. Der Kaiser selbst soll zu den Göttern sprechen, er ist ihr Wille und regiert so über Kirche und Staat.

    Die Reiche Mareas glauben nicht an die Lüge, dass Nigrupus seine Geschwister verraten hat und verachten die Vorstellung, dass ein einziger Mensch mit den Göttern spricht. Sie maßen sich nicht an solch eine Macht zu besitzen und betrachten die kaiserlichen als Sünder. Während sie fromm und bescheiden ihren Ruf bewahren, schlagen ihre Untertanen Schneisen in den Urwald von Korillian und massakrieren die draganischen Ureinwohner auf der Suche nach Gold und Edelsteinen.

    Aiena befindet sich an einem neuen Abgrund. Die unbändige Grausamkeit und der Hass überzieht die Welt erneut mit dem Chaos der Vergangenheit.

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