Rhon-Tagoth

  • Beschreibung der Rhon-Tagoth

    Vorgeschichte

    Viele Menschen wurden während der Herrschaft der Bar'ksh im Westen Aienas als Sklavenarbeiter gehalten und bauten im damals als Weißeisengebirge bekannten Gebiet, das sich vom Festland auf eine Halbinsel erstreckte, das wertvolle Weißeisen ab. Das Volk der Rhon-Tagoth entstand erst nach der Befreiung von den Bar'ksh. Das Weißeisen wurde weiterhin abgebaut. Die Rhon-Tagoth galten durch ihre jahrelange Arbeit als Experten im Abbau und der Verarbeitung von Weißeisen.

    Durch die unzähligen Minenschächte und Tunnel gab ein Großteil des Gebirges nach und war nicht weiter nutzbar. So wurden neue Minen im nördlichen Gebirge gegraben. Das Gebirge wurde später durch Erdbeben und Tsunamis komplett vernichtet und die Insel brach auseinander.


    Von diesem Zeitpunkt an begannen die Rhon-Tagoth den großen Weißen anzubeten. Ein riesiger Leviathan, der entlang der Küste der Insel lebt. Sie glaubten, dass der Zorn des Weißen auf die Gier der Bewohner nach dem Weißeisen für die Vernichtung des Gebirges verantwortlich war. Um ihn zu besänftigen brachten sie ihm Menschenopfer an die Nordküste und entdeckten große Vorkommen Weißeisen entlang des Strandes. Diese werden heute noch abgebaut, von mehreren Tauchern, die mit Meißeln kleine Brocken Eisen abbrechen. Diese Vorkommen werden als Geschenk des Weißen angesehen.


    Als die Dulesen den neuen Gott beobachten und erforschen wollten, wurden mehrere von ihnen von dem Leviathan auf See getötet. Nur einer überlebte und versuchte seine Forschungen vom Land aus weiterzuführen. Der bloße Anblick des Weißen hat ihn Wahnsinnig werden lassen.

    Seine Aufzeichnungen beinhalten alle Beobachtungen über den Weißen und den Kult sowie viele sinnlose oder unverständliche Passagen über die “großen Götter aus der See”. Nachdem er das Buch in seine Heimat gesendet hatte, brach der Fuß, die letzte Verbindung zum Festland, weg. Die Rhon-Tagoth sahen dies als Warnung des Weißen, dass kein Dulese ihn jemals erblicken oder über ihn berichten dürfe. Sie opferten den letzten Dulesen und sehen dieses Volk seitdem als Todfeinde an.


    Heutzutage leben die Rhon-Tagoth isoliert vom Festland. Um den Frieden und ihre Freiheit zu wahren, bringen sie jährlich eine kleine Menge Weißeisen als Tribut ans Festland. Sie fühlen sich durch die Nähe des Leviathans zwar geschützt, wollen aber trotzdem eine Invasion durch die Lubicianer vermeiden.


    Kultur/Lebensraum

    Die Rhon-Tagoth sind ein isoliertes, streng gläubiges Volk. Ihr Kleidungsstil ist sehr einfach gehalten. Sie tragen weiße oder graue einfache Leinenkleider oder Kutten, oftmals mit Kapuzen. Die Religiösen Oberhäupter erkennt man am Kopfschmuck aus Weißeisen die vom Aussehen an Korallen angelehnt sind.


    Sie leben hauptsächlich von Fisch und von den heimischen Schaf- und Ziegenherden. Obst und Gemüse lassen sich nur sehr schwer auf den Inseln anbauen. Die Inselgruppe wird heute die Schwestern genannt. Ein sehr karges Gebiet, hügelig mit kleinen Gebirgen, vielen Seen und Wiesen.


    Religion


    Der Glaube an Cythylla, Der große Weiße, bestimmt die gesamte Lebensweise des Volkes. Cythylla ist ein Leviathan der in der Nähe der Insel lebt. Mehrmals im Jahr werden dem Gott Opfer gebracht, bestehend aus Wild und Fisch die von einem Boot in der Nähe der Küste ins Meer geworfen werden. Zu den großen Festen schwimmt ein Freiwilliger aufs Meer hinaus um sich dem Gott zu opfern und von Ihm in der Stadt des ewigen Schlafs, Thrylae, aufgenommen zu werden.


    Alle Gesetze werden vom Hohepriester, dem Weisen aus dem Meer, durchgesetzt und bestimmt. Der Hohepriester muss jedes Jahr unter den Neugeborenen einen Nachfolger suchen. Wurde ein Nachfolger gefunden, wird dieser dann bis zu dem Tod des aktuellen Hohepriesters auf seine Aufgaben vorbereitet.


    Nur die gläubigsten dürfen das Meer überqueren um den Glauben in Aiena zu verbreiten. Außenstehenden ist es nicht erlaubt die Insel zu betreten.


    Die Tempel der Anhänger des Weißen haben keine einheitliche Struktur. Ein Hauptgebäude mit vielen Türmen, die oftmals nicht begehbar sind. Über dem Eingang eines Tempels ist das Symbol der Religion in Form von Weißeisen eingelassen. Ein Auge, umgeben von Abstrakten geometrischen Formen. In der Mitte jedes Tempels steht eine Schale mit Meerwasser in dem eine Götzenfigur des Weißen aus Weißeisen liegt. Zu Mittag und Mitternacht wird eine Luke in der Decke geöffnet um das Sonnen-, bzw. Mondlicht auf die Schale scheinen zu lassen. Dies ist der Startpunkt für die Zeremonien in denen die Hohepriester des Weißen ihren Gott anrufen und die vollkommene Unterwerfung ihrer Gläubigen mitteilen.


    Die Toten werden auf Flößen aufs Meer gebracht, damit der Weiße sie aufnehmen und als unsterbliche Wesen neu gebären kann. Sie leben dann im Meer um ihrem Gott zu dienen.


    Alle, außer den Rhon-Tagoth, die den großen Weißen erblicken werden augenblicklich wahnsinnig. Warum das Volk gegen dieses Phänomen immun ist, ist nicht bekannt. Der Glaube besagt, dass sich der Weiße eines Tages aus dem Meer erheben und mit seinen Dienern das Land unterjochen wird. Alle die ihm nicht untertan sind werden dem Wahnsinn verfallen.

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